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Rats-Mehrheit in der Minderheit

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Foto: Elvira Parton

16. Februar 2012 0 Kommentare

NOZ-Bericht vom 16.02.2012 von Wolfgang Elbers

Hagen. Auch beim zweiten Anlauf gab es im Planungsausschuss keine Mehrheit für die Änderung des Bebauungsplans „Gemeindezentrum“, um auf einem Grundstück im unmittelbaren Umfeld des St.-Anna-Stifts altengerechte Wohnungen zu realisieren. Beim letzten Mal war das Thema vertagt worden, jetzt wurde der Beschlussvorschlag mit sechs zu fünf Stimmen abgelehnt.

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478 Unterschriften gegen die geplante Höhe zweier Häuser mit sieben Altenwohnungen auf einem Grundstück an der Natruper Straße übergab Dienstag Wolfgang Plogmann (rechts) im Ausschuss an Bürgermeister Peter Gausmann. Foto: Elvira Parton

CDU-Ratsmitglied Klaus Herkenhoff stimmte mit SPD- und Grünen-Vertretern gegen den Satzungsbeschluss. Die Entscheidung dürfte jetzt in der Ratssitzung am 1. März fallen.

Zu Beginn der Sitzung übergaben die Anwohner eine Liste mit 478 Unterschriften, die unter der Überschrift „Wir sind gegen eine Bebauung, die sich in keinster Weise dem Umfeld anpasst und den ländlichen Charakter von Hagen zerstört“ gesammelt wurden. Wolfgang Plogmann erklärte für die Gegner: „Wir hoffen, dass heute alle Stimmberechtigten nach ihrer freien Meinung und ohne irgendwelche Zwänge abstimmen.“

Nach einer zehnminütigen Unterbrechung machte der CDU-Fraktionsvorsitzende Bastian Spreckelmeyer deutlich: „Bei uns gibt es keinen Fraktionszwang. Ich habe kein Problem mit einer negativen Entscheidung.“

Bürgermeister Peter Gausmann ging noch einmal auf erreichte Verbesserungen ein: „Die Reduzierung auf 12,04 Meter Firsthöhe ist ein Kompromiss und für die Anwohner besser als der jetzige Bebauungsplan, trotz drei Geschossen und Dachwohnung.“ Dagegen bekräftige der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Sprehe: „Die Belange der Nachbarn sind nicht im ausreichenden Maß berücksichtigt.“ Karin Hehemann (Grüne) stellte die Frage: „Wer will so ein Ding vor der Nase haben?“, und forderte: „Ein Geschoss weniger.“




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